BIOGRAPHY
In Tagen wie diesen blickst Du dich um, sondierst Deine Umgebung und stellst fest, dass der Wahnsinn Gestalt angenommen hat. In Dir. In den anderen. In uns allen. Und Du weißt, dass der einzige Weg, den Wahnsinn loszuwerden, ist, ihn freizulassen...

Uncut Despite haben sich genau das zur Aufgabe gemacht. Seit ihrer Entstehung pflügt Cassels kaputteste Band seitdem gnadenlos durch die Region und spaltet mit ihrem schrägen Mix aus US-Death, Grindcore, Doom-Metal sowie Blues- und Jazzanfällen die Massen. Uncut Despite kämpfen frei von jeglichen Genre-Schranken an allen Fronten. Brutalität trifft auf Ästhetik, die Abscheulichkeit des menschlichen Geistes auf die Anmut der Natur. Auch lyrisch nimmt man dabei kein Blatt vor den Mund und spukt der Welt ihre Fehler hemmungslos ins Gesicht, ohne sich selbst dabei zu wichtig oder zu ernst zu nehmen.

Gegründet durch Keyboarder Yann Mahlmann und Vocalist Sascha Kaiser im Dezember 2002, vervollständigte sich das erste feste Line-Up nach einigen Runden auf dem Besetzungkarussell mit Stefan Sundheim (Drums), Karsten Goebel (Gitarre) und Dennis Hirth (Bass) im Oktober 2003. Kurz darauf entstand unter der fachmännischen Leitung der Casseler Kollegen von Gutlock die erste 5-Track-Demo-CD. Doch Uncut Despite wollten mehr. Vor allem mehr Druck, und so holte man sich mit Mario Mrozik einen zweiten Gitarristen ins Boot.

Bevor man jedoch richtig durchstarten konnte, verließ Karsten recht überraschend aus persönlichen Gründen die Band. Die Aufnahmen zum ersten Longplayer verschoben sich weiter. Doch nach zahlreichen Auftritten in ganz Deutschland mit Bands wie z.B. Hate Squad, Totenmond, Jack Slater, Hexenhammer, Lifthrasil, Human Paranoid, My Cold Embrace u.a. enterten Uncut Despite im Mai 2005 endlich das Studio. Im kuscheligen Gudensberg-Dissen entstand "Evolution Reverse" unter der Hand von Produzent Michael Beneken. Musikalischer Wahnwitz gepaart mit philosophischen Ansätzen, verpackt in dreizehn Songs und 35 Minuten Spielzeit. Offiziell erschien die Scheibe schließlich am 24. August 2005.

Mit erster Platte im Gepäck ging es weiter auf Reisen, und auch Karsten kehrte wieder zurück an Bord. Doch die Hiobsbotschaften gingen trotz erfolgreicher Live-Gigs und der guter Kritiken zu "Evolution Reverse" weiter. Ende 2005 offenbarte Uncut-Urgestein Yann dem Rest der Truppe seinen Ausstieg. Das kam nicht nur unerwartet, sondern stellte die Band auch vor ein schwieriges Problem: Weitermachen, ja, nein? Keyboard, ja nein?

Doch man fand recht schnell eine Lösung und entschied sich, defintiv am Ball zu bleiben. Uncut Despite gönnten sich eine kurze Pause und trafen schließlich wieder zusammen, um nun zu Fünft den roten Faden wieder aufzugreifen. Nach einigen Startschwierigkeiten begann man endlich langsam wieder Fuß zu fassen, doch das Schicksal entschied sich endgültig gegen die Band. Karsten musste die Band aus beruflichen gründen auf Eis legen, und die übriggebliebenen Vier entschieden schließlich, Uncut Despite in Würde sterben zu lassen.